Kindgerecht wohnen: Ideen für eine moderne Familienwohnung

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Wer den Entschluss gefasst hat, umzuziehen, hat dafür einen Grund. Oft steht dabei die Familie an oberster Stelle. Sei es die Familienplanung allgemein, eine Schwangerschaft oder die Tatsache, dass die Kinder mehr Platz benötigen: Eine moderne Familienwohnung ist das A & O, wenn es Nachwuchs gibt. Diese sollte sich natürlich nicht nur in einer familienfreundlichen Lage befinden, sondern auch passend eingerichtet sein.

Die passende Wohnung finden

Wenn ein Paar ein Kind erwartet, dann kommen damit zahlreiche Veränderungen. Was schon während der Schwangerschaft wichtig ist, verraten den werdenden Eltern zahlreiche im Internet zu findende Checklisten. Doch nicht nur die darauf erwähnten Punkte sind von Bedeutung. Ist die Wohnung zu klein, muss auch neuer Wohnraum gefunden werden. Ein entscheidendes Kriterium dafür ist die Lage. Die Infrastruktur spielt dabei eine besondere Rolle.

Gibt es Kitas und Schulen in der Nähe? Lassen sich Kinderarzt, Apotheke und Supermarkt auch gut mit dem Kinderwagen erreichen? Gibt es Spielplätze in der näheren Umgebung? All diese Fragen stellen sich Eltern, denn bei der Wohnungssuche sind sie entscheidend. Inzwischen gibt es viele Vermieter, die Familien gern ein neues Zuhause geben. So ist auch bei GCP familienfreundliches Wohnen möglich.

Die Lage ist für eine kindgerechte Wohnung ein wichtiges Kriterium – Spielplätze sollten nicht weit entfernt sein | pixabay.com

Auf die Größe kommt es an

Schon unsere Großeltern sagten, dass selbst in der kleinsten Hütte Platz ist. Das ist zwar richtig, aber nur mit ausreichend Platz können sich Kinder entfalten. Und nur damit bleibt auch den Eltern Raum für Privatsphäre und Zweisamkeit. Doch nicht nur die Größe der Wohnung ist wichtig. Eine Wohnung sollte auch familienfreundlich geschnitten sein. Durchgangszimmer eignen sich mitunter gar nicht oder nur bedingt als Kinderzimmer, gleiches gilt für Zimmer mit Dachschrägen. Zudem sollte auf die Temperaturen in der Wohnung geachtet werden. Eine Wohnung unterm Dach ist trotz guter Wärmedämmung vor allem für Babys und Kleinkinder keine optimale Wahl.

Sicher wohnen mit Kindern

Ist die passende Wohnung gefunden, geht es an die Einrichtung. Gerade das Kinderzimmer ist eine besondere Herausforderung für Eltern, Wohlergehen und Sicherheit des Nachwuchses stehen dabei an erster Stelle. Aber auch alle anderen Räume sollten so kindertauglich wie möglich eingerichtet sein, denn Kinder sind neugierig und müssen eigentlich alles genau untersuchen und ausprobieren. Eine Wohnung steckt dabei nicht nur voller Abenteuer, sondern auch voller Gefahren. Deshalb sollten alle Räume kindersicher eingerichtet und gestaltet werden.

Das Kinderzimmer – kindgerecht und sicher

Besonders spannend ist für Eltern die Gestaltung des Kinderzimmers. Wissen Eltern, welches Geschlecht ihr Nachwuchs haben wird, streichen sie das Kinderzimmer gern in passenden Farben. Doch besonderes Augenmerk sollten Eltern auf die Möbel und andere Einrichtungsgegenstände legen. Deren Kanten und Ecken sollten abgerundet sein, die Oberflächen frei von Giftstoffen. Denn giftige Weichmacher, wie sie beispielsweise in Plastikmöbeln vorkommen, können gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen und Allergien auslösen. Auch mit günstigen Farben lackierte Holzmöbel können schädliche Dämpfe abgeben. Zudem müssen Möbel standfest und stabil verarbeitet sein. Ebenfalls für Sicherheit sorgen Steckdosenabdeckungen.

Farbgestaltung im Kinderzimmer

Ein modernes und gleichzeitig kinderfreundliches Zimmer wird durch die bewusste Wahl passender Farben bestimmt. Grundsätzlich lieben Kinder es bunt. Jedes Kinderzimmer wirkt mit Farben freundlich, belebend und gleichzeitig motivierend – es lädt also zum Verweilen ein. Wände, Möbel, Gardinen, Bettwäsche und auch Accessoires können farbenfroh, aber bestenfalls im ähnlichen Farbton, gewählt werden. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, ältere Kinder können auch in die Gestaltung mit einbezogen werden.

Das Kinderzimmer – bunt und auch mal chaotisch darf es sein | pixabay.com

Die kinderfreundliche Küche

Die Küche sollte nach Möglichkeit immer kinderfreundlich sein. Nur so lassen sich Unfälle vermeiden. Denn je aktiver der Nachwuchs wird, desto mehr Gefahren lauern durch spitze Gegenstände und elektrische Geräte. Da Kinder gern am Geschehen in der Küche und natürlich am Essen teilnehmen, ist ein hochwertiger und vor allem kippsicherer Kinderstuhl besonders wichtig.

Funktionale Möbel für mehr Stauraum

Stauraum ist die Lösung für Wohnen mit Kindern. Bestenfalls so, dass er tagsüber für den Nachwuchs erreichbar ist und am Abend alle Spielsachen hinter Türen und in Schubladen verstaut werden können. Als besonders praktisch erweisen sich Regalsysteme mit verschließbaren Fronten für Spielzeug im unteren Bereich und offene Regale für Dekoration im oberen Bereich. Container auf Rollen sind beim Auf- und Wegräumen eine enorme Hilfe. Kleine flauschige Teppiche und Bodenkissen können zu schönen Spielinseln für Kinder und gleichzeitig zu gemütlichen Leseecken für Eltern werden. Das Wohnen mit Kindern wird umso unkomplizierter, je flexibler die Einrichtung gestaltet wird.

Rückzugsorte sind wichtig

Neben ausreichend Platz, Sicherheit und Stauraum sollten Eltern bei der Wohnraumgestaltung auf noch etwas achten: individuelle Rückzugsorte. Sie tragen zum Familienfrieden bei und helfen dabei, zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Selbst auf kleinstem Raum können mit Raumteilern für alle Familienmitglieder kleine Rückzugsorte geschaffen werden.

Wichtige Kindersicherungen im Haushalt

Um Gefahrenquellen in der Wohnung zu erkennen, sollten Eltern die Wohnräume mit Kinderaugen betrachten und vielleicht sogar auf „allen Vieren“ die Wohnung begutachten. Neben Steckdosen und Möbeln gibt es noch weitere Gefahrenquellen, die Eltern kennen sollten:

  • Türen: Kinder sollten sich zwar frei in der Wohnung bewegen können, jedoch sollten Wege zu Gefahrenquellen oder in unaufgeräumte Zimmer gesichert werden. Auch Sicherungen, die ein Einklemmen der Finger verhindern, erweisen sich als sinnvoll.
  • Treppen: Während sich Türen abschließen lassen, können bestimmte Bereiche im Wohnraum oder auch Treppen mit einem entsprechenden Schutzgitter abgesichert werden.
  • Herd: Der Duft von Gekochtem und Gebackenem ist für jedes Familienmitglied verlockend. Also auch für Kinder. Allerdings sind Verbrennungen aufgrund der kindlichen Neugier schnell passiert. Mit einem Herdschutzgitter lässt sich dies verhindern.
  • Schränke, Schubladen: Reißen Kinder aus Neugier Schränke und Schubladen auf, dann können ihnen Gegenstände auf den Kopf fallen. Mit entsprechenden Sicherungen lässt sich dies verhindern.
  • Fenster: Kinder sind oft übermütig und lehnen sich mitunter auch aus dem Fenster. Zum Schutz vor Stürzen erweisen sich abschließbare Fenstergriffe als wichtige Helfer.
  • Chemikalien: Putz-, Spül- und Waschmittel gibt es in vielen bunten Farben. Für Kinder sind diese Chemikalien sehr anziehend. Am besten werden sie so verstaut, dass das Kind keinen Zugang hat. Gleiches gilt für Medikamente, Kosmetikprodukte und den Hausmüll.
  • Badezimmer: Im Badezimmer ist der Boden oft nass. Rutschfeste Matten schützen vor Stürzen.

All diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt zur Sicherheit in einer familienfreundlichen Wohnung.

Trotz Chaos in der Wohnung – Kinder machen das Familienglück perfekt

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen und Maßnahmen zur Gestaltung einer kindgerechten Wohnung herrscht mit Kindern nicht selten Chaos. Doch das geht vorbei. Und schließlich ist das alltägliche Chaos, das der Nachwuchs produziert, auch mit schönen Momenten verbunden.