Bester Schutz für Babys: Sichere Wohnungen und Autofahrten

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Die Geburt des eigenen Kindes ist ein unvergessliches Erlebnis für die Eltern. Ist der kleine Schützling zu Hause angekommen, steht seine Sicherheit im Fokus. Aber auch im Auto gilt es einiges zu beachten, um mit Baby sicher unterwegs zu sein. Wir haben wesentliche Vorbereitungen und Maßnahmen für einen sicheren Alltag mit Neugeborenen arrangiert.

Allgemeine Sicherheit mit Babyphone, Treppengitter und Co.

Ein wesentlicher Teil der Grundausstattung für die Sicherheit im Haushalt mit Baby ist für viele Eltern das Babyphone. Diese Geräte ermöglichen die kontinuierliche Überwachung der Kleinen und sind meist dann im Einsatz, wenn der Nachwuchs schläft und Eltern den Raum verlassen möchten. Die Überwachung kann sowohl akustisch als auch visuell erfolgen oder beides vereinen, je nach Gerät. Die Systeme verfügen über einen Sender und einen Empfänger. Über den Empfänger werden Eltern über Geräusche und/oder Bewegungen ihres Kindes informiert.

Sollte sich der Nachwuchs beispielsweise im Schlaf ungünstig drehen oder aufwachen und weinen, werden die Eltern durch das Babyphone direkt informiert und können sofort reagieren. Vorausgesetzt es verfügt über die nötige Funktionalität, Zuverlässigkeit und Reichweite. Eine wesentliche Produkteigenschaften ist außerdem die Elektrosmogbelastung beziehungsweise Strahlung. „Diese lässt sich auf das Senden eines Funksignals zurückführen. Zahlreiche Babyphones avancieren damit zum Dauerstrahler“, warnt das Verbraucherservice-Portal vergleich.org im Rahmen eines unabhängigen Produktvergleichs und fügt einen Hinweis auf Empfehlungen von Öko-Test hinzu.

  • Darüber hinaus tragen Treppengitter, Steckdosen-Sicherungen und der Kantenschutz für Möbel maßgeblich zur Sicherheit von Babys bei.
  • Spätestens dann, wenn der Nachwuchs beginnt zu krabbeln und zu laufen, sind diese Vorsichtsmaßnahmen unerlässlich.
  • Auch Kabel, potenzielle Hitzequellen, Medikamente, Reinigungsmittel und Werkzeuge gilt es dann kindersicher zu verstauen beziehungsweise entsprechend zu sichern.
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Sichere Schlafumgebungen schaffen

Die Schlafumgebung spielt für die Sicherheit der Jüngsten eine entscheidende Rolle. Sind Schlafplätze ungünstig eingerichtet, kann es bei Babys zu einem Hitzestau und Atemnot kommen. Auch der plötzliche Kindstod ist ein ernstes Thema und kann durch Risikofaktoren wie das Schlafen in Bauchlage, Überwärmung und mangelhafte Luftzirkulation begünstigt werden. Für einen sicheren Schlaf sollten Eltern auf folgende Punkte achten:

  • Rückenlage: Babys sollten im ersten Lebensjahr ausschließlich auf dem Rücken schlafen – nicht auf dem Bauch und auch nicht auf der Seite. In der Körperposition auf dem Rücken ist das ungehinderte Atmen am besten gewährleistet. Studien haben bereits verdeutlicht, dass die Rückenlage das Risiko für den plötzlichen Kindstod signifikant verringert. Zudem ist die Erstickungsgefahr durch Erbrochenes auf dem Rücken nicht höher als in Seiten- und Bauchlage.
  • Schlafsack: Babys sollten in ihrem Bettchen keine Decken, Felle oder Kissen haben. Auch sogenannte Nestchen sind nicht empfehlenswert. Ein Babyschlafsack ist ideal, weil hier keine Gefahr besteht, dass Babys sich etwas über den Kopf ziehen und Atemnot erleiden. Die Größe des Schlafsacks ist wichtig und muss stimmen, damit keine anderweitigen Gefahren von ihm ausgehen. Unter anderem darf er nicht zu lang und nicht zu breit sein, damit sich Babys nicht verwickeln, freistrampeln oder gar komplett in den Schlafsack hineinrutschen können.
  • Luftzirkulation: Damit Babys ausreichend frische Luft beim Schlafen zur Verfügung haben, dürfen Babybett, Stubenwagen und Co. nicht durch Polster, Himmel oder Ähnliches umhüllt und verengt werden. Bei einem Himmelbett ist darauf zu achten, dass der Himmel möglichst an den Gitterstäben der Bettchen endet – Kurzhimmel sind stets ratsam.
  • Bekleidung: Die Gefahr zu überwärmen, ist bei Babys nicht zu unterschätzen. Viele Eltern möchten natürlich, dass ihr Kind keinesfalls friert, dennoch ist es ein Fehler den kleinen Schützling zum Schlafen zu warm einzupacken. Unterwäsche und ein Schlafanzug genügen. In warmen Sommernächten ist sogar weniger in Ordnung. Von Mützchen ist grundsätzlich anzuraten – auch bei Fieber!
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Sicher im Auto – Fixierung und Fahrtdauer

Die erste Autofahrt erleben viele Babys bereits wenige Tage nach der Geburt. Damit der Weg vom Krankenhaus nach Hause bereits von größtmöglicher Sicherheit geprägt ist, sollten sich Eltern frühzeitig um eine hochwertige Babyschale kümmern. Viele der Produkte überzeugen mit hervorragenden Testergebnissen. Zur Auswahl einige Tipps:

  • Test: Die Babyschale sollte unbedingt mit dem entsprechenden Fahrzeug getestet werden, bevor das Baby zum ersten Mal mitfährt. Weil jedes Auto über individuelle Bedingungen verfügt, ist das Testen unverzichtbar. Dabei lässt sich prüfen, ob Sitze, Gurt und Babyschale miteinander harmonieren. Die sichere Fixierung ist ein Muss.
  • Position: Babys blicken beim Fahren grundsätzlich nach hinten und liegen somit entgegen der Fahrtrichtung. Sollte es zu einem frontalen Aufprall kommen, schützt diese Position Rücken, Wirbelsäule und Nacken.
  • Fixierung: Viele Babyschalen werden mit dem Dreipunktgurt anhand vorgegebener Fixierungssysteme im Auto befestigt. Ist das Fahrzeug mit entsprechenden Verankerungen ausgerüstet, kann eine ISOFIX-Befestigung genutzt werden.
  • Anschnallen: Innerhalb der Babyschalen werden Babys straff angeschnallt. Zwischen Oberkörper und Gurtsystem darf nicht mehr als eine flache Hand passen.

Der ADAC hat zahlreiche Kindersitze getestet. Die Ergebnisse lassen sich unter adac.de nachvollziehen.

Achtung: Das erste Vierteljahr nach der Geburt sollten Eltern mit ihren Babys maximal 20 Minuten am Stück fahren. Sämtliche Autofahrten sollten auf ein Minimum reduziert werden, weil das Liegen in der Babyschale bei übermäßiger Nutzung die Bandscheiben schädigen und Skelett sowie Muskulatur in der Entwicklung beeinträchtigen kann.

Eine Checkliste für werdende Eltern stellen wir hier bereit.